Restless Legs Syndrom 2017-10-12T18:46:09+00:00

Das Restless-Legs Syndrom (RLS)

Grundlagen

Ca. 5 bis 10 Prozent der Bevölkerung leiden an Restless-Legs Syndrom. Man schätzt, dass in Österreich ca. 900 000 Personen als RLS leiden. Es ist damit genau so weit verbreitet wie Migräne oder Depressionen.  Es charakterisiert sich durch einen Bewegungsdrang der Beine, der von quälenden Missempfindungen begleitet sein kann. Das Syndrom wird deshalb auch „Syndrom der unruhigen Beine“ genannt. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

Ursache

Die Ursache der Erkrankung ist bisher nicht geklärt, man nimmt jedoch an, dass eine Störung des Dopaminstoffwechsels im Gehirn für RLS verantwortlich ist. Oftmals lässt sich eine familiäre Häufung nachweisen, sodass eine Beteiligung von Erbfaktoren wahrscheinlich ist.  Manchmal entsteht die Krankheit auch als Folge von Vitaminmangel, einer Schilddrüsenfunktionsstörung oder einer Anämie durch Eisenmangel.

Symptome

Die vier essenzielle Kriterien, die auf RLS hinweisen sind:

  • Missempfindungen im Bereich der Beine oder Schmerzen, auch kombiniert mit einem Bewegungsdrang der Beine
  • Die Symptome treten vorwiegend in Ruhe-und Entspannungsphasen auf
  • Sie treten daher auch verstärkt am Abend auf
  • Bewegung bessert die Symptomatik.

Die Auswirkungen von RLS

Infolge der Symptome kommt es zu erheblichen Schlafstörungen. Die Patienten sind tagsüber erschöpft und die Stimmung ist niedergedrückt. Das führt dazu, dass die Betroffenen oft als depressiv diagnostiziert werden und dementsprechend falsch behandelt werden.

Die medikamentöse Therapie

Die Therapie wird meistens dann eingeleitet, wenn die Patienten in ihrer Schlaf- und Lebensqualität deutlich beeinträchtigt sind.  Für die Behandlung des Restless-Legs Syndroms stehen gut wirksame Medikamente zur Verfügung: dopaminerge Substanzen. Das sind Medikamente, die in höheren Dosierungen bei Morbus Parkinson eingesetzt werden. Bei RLS sind die Dosierungen jedoch wesentlich niedriger.

Als weitere Therapieoption stehen Medikamente zur Verfügung, die auch bei Schmerzen eingesetzt werden: Opiate und Antiepileptika. So kann man bei Patienten die an einer Schmerzerkrankung leiden teilweise zwei Erkrankungen mit einem einzigen Medikament behandeln.

Was kann man noch tun?

Um die medikamentöse Therapie zu unterstützen, werden begleitende Maßnahmen wie Massagen, Wechselduschen, eine gute Schlafhygiene und ein regelmäßiger Tagesrhythmus empfohlen.

Zusätzlich sollte Sport betrieben werden, jedoch sollten Überanstrengungen gemieden werden. Empfehlenswert sind Schwimmen, Wandern und Nordic Walking. Auch Dehnübungen können das Leiden lindern.  6 Stunden vor dem Schlafen gehen sollte jedoch kein Sport mehr getrieben werden.

Einen wichtigen Stellenwert hat für RLS Patienten die ausgewogene Ernährung. Vor allem auf Glutamat sollte verzichtet werden, da das die Symptomatik verstärken kann. Verzichten Sie daher auf Fertigprodukte bzw. lesen Sie bei den Inhaltsstoffen genau nach!

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